Ein Schreibaby ist in erster Linie ein Mensch, der alles Neue gierig in sich aufsaugt, ohne am Ende zu wissen wohin mit all den Informationen. Eine Verarbeitung der aufgenommenen Eindrücke erfolgt dann nicht selten durch hemmungsloses Rausschreien. Das ist auch ein Grund dafür, warum es bei vielen Babys meist in den Abendstunden oder nach einem Ausflug zu Schreiattacken kommt. Es kommt auch oft vor, dass ein Baby nur in den ersten drei Monaten sehr unruhig ist (eine klare Abgrenzung zu den 3-Monats-Koliken ist hierbei meist gar nicht möglich, da oftmals die Bauchkrämpfe erst durch das Schreien ausgelöst werden) und sich dann beruhigt - hier kann man von einer Anpassung an “die Welt da draußen” sprechen, die eben 3 Monate in Anspruch genommen hat.
Um also das Leben eines überempfindlichen Neugeborenen, das jede kleinste Veränderung bemerkt und sehr aufmerksam seine Umwelt begutachtet, zu erleichtern, kann man Folgendes versuchen:
- Reizüberflutung vermeiden. Radio und Fernseher ausschalten. Zu viel, zu buntes und zu lautes Spielzeug ist oft zuviel des Guten.
- Im ersten Jahr nach Möglichkeit nicht verreisen. Babys mögen Beständigkeit.
- Einkaufscenter und Massenveranstaltungen meiden. Ein völlig überdrehtes Baby ist hier meist schon nach fünf Minuten garantiert.
- Baby nicht “herumreichen”. Anfangs sind die Neugeborenen bei Mama und Papa (oder eben den bekannten Bezugspersonen) am Besten aufgehoben. Auch wenn die Nachbarin das noch so schade findet.
- Parfum und andere Fremdstoffe haben in der ersten Zeit an Mama nichts verloren - sonst kann Baby dich nicht erschnüffeln ;-)
Das sind nur ein paar Anregungen, um auf Überempfindlichkeit bei Babys zu reagieren. Man kann einfach versuchen, dem Baby einen ruhigen Rückzugsort zu schaffen, an dem sich die ganze Familie wohlfühlt. Und wenn die Familie sich wohlfühlt, dann tut es das Baby meist auch.