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Warum schreit mein Baby?

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Trennungsempfindlich

Unruhige Babys akzeptieren nur selten einen Mama-Ersatz und brauchen oft lange bevor sie mit Fremden warm werden. Sie mögen auch keine neuen Umgebungen und gewöhnen sich ungern an einen Babysitter (und das obwohl man gerade als Mutter eines anhänglichen Babys eine Auszeit so dringend nötig hat).

Es kann hilfreich sein, sich eine Trennungssituation aus den Augen der Kinder zu betrachten. Die meisten Erwachsenen sind der Ansicht, dass Mutter und Kind zwei seperate Personen sind, die auch seperat voneinander “funktionieren” sollten. Babies sehen das nicht so. Für sie ist die Mutter noch Teil ihres Selbst, und genauso sind sie Teil ihrer Mutter.  Mama und Baby gibt es zunächst nur im Doppelpack (genau wie zu Zeiten der Schwangerschaft). Diesen Babys geht es gut, wenn sie sich mit ihrer Mutter verbunden fühlen und sie geraten unter Stress und haben Angst, wenn sie von ihr getrennt sind. Oft wird dieses Verhalten als etwas Unnormales betrachtet, obwohl es das gar nicht ist. Es scheint doch ein durchaus nachvollziehbares Verhalten zu sein, für ein kleines Wesen, welches noch komplett von der Präsenz einer nahrungsgebenden und fürsorgenden Person abhängig ist, oder?

Trennungsangst und Fremdeln sind Expertenausdrücke, die Babys so beschreiben, wie wir sie gern hätten, aber nur selten wie sie wirklich sind. Und auch wenn es zunächst ungewohnt und anstrengend ist, sich 24 Stunden um sein Kind zu kümmern, so kann man der Trennungsempfindlichkeit durchaus auch Positives zuschreiben:  Die Fähigkeit des Babys zu unterscheiden, welche Person es um sich herum haben muss, um gedeihen zu können zeigt, wie scharfsinnig die Kleinen sind. Das laute Schreien, das eine Trennung oft begleitet zeigt außerdem, dass diese Kinder in der Lage sind innige Beziehungen aufzubauen - wäre es Ihnen egal wer gerade da ist, dann würden sie ja nicht lautstark protestieren.

Natürlich geht auch diese Zeit vorbei. Die Babys merken, dass Mama immer wieder zurückkommt (im ganz jungen Alter können sie das noch nicht einschätzen - das fehlende Zeitgefühl macht es für sie unmöglich zu wissen, dass Mama doch gleich wieder zurückkommt. Für Babys ist es immer eine Ewigkeit.) und dass sie sich auch auf andere Menschen in ihrem Umfeld verlassen können. Bald bestehen ihre Bedürfnisse aus mehr als nur Stillen & Tragen und spätestens dann bieten sich auch anderen Personen zur Erfüllung dieser Bedürfnisse an. Das ist eine ganz natürliche Entwicklung und diese Zeit kommt ganz bestimmt :-)

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