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Warum schreit mein Baby?

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Erfahrungsbericht Katy

Hallo,
zuerst möchte ich mich für die Informationen, die mir auf dieser Seite zu teil wurden, bedanken.
Gleich nach der Geburt meines Sohnes merkte man das er anders ist als seine Schwester. Er suchte sehr nach meiner Nähe und konnte nur auf meinem Bauch Ruhe finden. In den folgenden Tagen  fing das Schreien an und das vermehrte trinken. Ich stillte alle 2 Stunden, Tag und Nacht. Er schlief maximal kurz nach dem trinken und dann auch nur auf meinem Bauch. Auch Nachts konnt ich ihn nicht weglegen. Er in Bauchlage auf mir, nur so konnt ich ihn ein wenig beruhigen. Nach kurzer Zeit haben wir festgestellt das er ruhiger ist, wenn der Föhn an ist, oder der Staubsaugen und dann nicht nur ganz wenig, nein, auf höchster Stufe. Was durchaus gefährlich ist, wenn man einschläft, während der Föhn im Bett liegt. (Es hat nicht gebrannt, aber es war schon sehr warm). Nach 2 Monaten habe ich ein Babybett in Holland gekauft. Es war eine gute Investition. Das Bett hägt von der Decke und kann wippen und schaukeln. In Bauchlage und unter ständigem wippen konnte er tatsächlich schlafen. Nicht so lange aber mal nicht auf mir.
Zu dieser zeit habe ich auch einen Termin beim Orthopäden, der hier ist Spezialist für Babys und Schreikinder. Auf ihm lag all meine Hoffnung, aber leider konnte er sie nicht erfüllen. Er hat eine Schiefstellung des Atlas festgestellt, durch Röntgen, und auch eingerengt, aber das Schreien hörte nicht auf.
also haben wir uns so gut es geht geholfen. Ich habe mir einen PeziBall geliehen und ein Tragetuch gekauft. Tag sahs ich oft Stunden auf dem Ball und schaukelte mit ihm im Arm, bei alltäglichen Verrichtungen lag er im Tragetuch. Der Arzt war der Meinung, dass das tragen mit dem Tuch nicht gut sei für den Rücken meines Sohnes, aber mal ehrlich, 8 Stunden lang angeschrien zu werden ist auch nicht gut.
Der Verdacht es sei eine Nahrungsmittelallergie war auch falsch und ich kann keinem empfehlen von null auf 100 abzustillen. Das tut keinem der Parteien gut und stillt auch das Schreien nicht. Was lohnend ist, ist ein Laktoseintolleranz- Test. Der geht schnell, tut nicht weh und wenn er positiv ist, dann kann das durchaus die Ursache sein.
Es vergingen Monate und wir wurden vertröstet mit: alles wird besser, wenn er erst 4 Monate ist und dann wenn er sechs Monate ist, alles Mist. Ich habe Windsalbe geschmeiirt und Massagen angewannt und und und. Was gut half waren Globoli von Wala, ich weiß nicht ob ich sagen kann welche, aber ich schreibs mal, Pasiflora comp.. Die gibt es als Zäpfchen und als Globoli, zur Nacht hab ich ihm die Zäpfchen gegeben. Er wurde ruhiger und konnte bis 4 Stunden am Stück schlafen.Weiterhin ist das schlafen in Bauchlage das beste was uns allen passieren konnte. Der Arzt ist da anderer Meinung und ich habe es, so zu sagen, ignorriert. Ich habe alles getan um wenigstens ein paar Minuten Ruhe zu haben.
So, nun sind viele Monate vergangen und es ist besser geworden. Wir waren dann noch beim Ostheopathen und der hat einen Hüftschiefstand festgestellt, doch auch das konnte sein schreien nicht stillen. Ich habe mich nun an seine Nörgelei und sein Weinen gewöhnt. Er will eigentlich immer getragen werden und auf mir liegen, doch er muss lernen, dass das nicht geht. Es gibt Tage da kann ich nicht mehr und es gibt Tage da ist er relativ ruhig. Es gibt gut Nächte, in denen er durchschläft und welche in denen ich 4 mal gehe und er dann doch wieder auf meiner Brust einschläft. Ohne meinen Mann wäre ich schon durchgedreht und es ist bewundernswert das wir noch zusammen sind und uns nicht an die Kehle gesprungen sind. Irgendwann, da wird er ein glücklicher Junge sein und die Zeit wird vergessen sein, in der ich kurz vorm Burn Out war und inn der ich auch mal gemeine dinge gesagt habe und  wir werden Lachen können.

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1 Comment

Ein Eintrag ↓

  • Segna Eva

    Hallo ihr Lieben,

    meine Tochter ist nun 10 Monate alt und ich habe sie bis vor 3 Monate täglich bis zu acht Stunden getragen. Nur damit konnte ich sie beruhigen. Sobald Stillstand war, hat sie gebrüllt.

    Sie kam per Sectio auf die Welt nach 11 Stunden und immer wieder schwächer werdenden Herztöne, danach war sie auf der Intensivstation weil wir beide eine lebensgefährliche Infektion hatten. (AIS)

    Ich konnte sie nur noch durchs stillen beruhigen oder durch tragen im Tragetuch. Nachtschlaf ging mit schuckeln oder stillen von statten.
    Nach 6 Monaten hatte sie keinen Bock mehr auf Brust - sie wollte was richtiges essen. Hat sie auch bekommen. Ich versuch einigermassen Zeiten hinzubekommen - wenn nicht gibt es Reiswaffeln zum knuspeln.

    Wenn ich arbeite dann geht es - rauf auf die Arbeitsfläche oder Pezziball, runter auf den Boden. Wenn das Genöhle/Geschrei zu arg wird, dann spiele ich eben mit ihr. Dann ist sie wenigstens zufrieden und ausgeglichen. Ich bin manchmal trotzdem erstaunt, was ich dennoch zuwege bringe.

    Im Wasser ist sie am besten drauf - am liebsten duschen bei Mama.
    Auch wenn sie mit anderen Kindern zusammen ist, ist sie ausgeglichener.

    Sie schläft nur zuhause, nirgendwo anders.

    Manche Mitmenschen sind stets der Meinung ich verwöhne sie, soll sie brüllen lassen. Manchmal geht es nicht anders - wenn ich aufs Klo muss oder das Abendessen richten muss.

    Ansonsten ist sie ein liebes, kleines Mädchen wenn man sich auf ihr Wesen einlässt und sie ernst nimmt.
    Ich hoffe das es auch mal andere Mitmenschen in meiner näheren Umgebung verstehen, dass sie eben nicht so ist wie man(n) es gerne hätte.
    Wenn Sarah etwas möchte/will kommt sie meistens zu mir, ganz selten zu jemand anderen.

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