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Warum schreit mein Baby?

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Ein Signal

Das Schreien eines Babys gehört zu den für das menschliche Gehör lautesten Geräuschen überhaupt. Er wurde biologisch so konstruiert, dass er eigentlich überhaupt nicht ignoriert werden kann. Ein Neugeborenes, ein noch ganz instinkt - und reflexgesteuertes Wesen, schreit um zu Überleben. Es weiß noch nicht, dass Mama denkt, er dürfe nur alle 2 Stunden Hunger haben und er ist auch noch nie auf die Idee gekommen jemanden manipulieren zu wollen, obwohl ihm das sicher bald unterstellt werden wird.

Alles was Baby weiß: Es hat Hunger/Schmerzen/volle Windeln. Dies löst in ihm einen Schrei-Reflex aus. Automatisch. Selbst wenn es also gar nicht unbedingt schreien wollte, wird es das tun. Ganz einfach, weil es biologisch so programmiert wurde.

Der Schrei eines Babys erfordert eine Reaktion. Als Mutter hat man die Wahl es zu ignorieren oder darauf einzugehen.

Möglichkeit 1: Ignorieren

Ein eher ruhiges Baby wird bald aufgeben. Es wird nach wiederholtem unbeantwortetem Schreien schlussfolgern, dass es das nicht wert ist. Dass es selbst nichts wert ist. Es wird langsam die Motivation mit seinen Eltern kommunizieren zu wollen verlieren und die Eltern selbst berauben sich der Möglichkeit ihr Kind auf diesem Wege besser kennen zu lernen. Es gibt also keinen Gewinner in dieser Situation.

Ein willensstarkes Baby kommt erst gar nicht auf die Idee aufzugeben. Es ist in Not und will erhört werden. Natürlich könnten Mütter auch hier Mittel und Wege finden es zu ignorieren, es ist aber weitaus schwieriger. Viele möchten abwarten, um dem Baby zu zeigen, wer hier die Macht hat und ja, damit erreichen sie vielleicht auch genau das. Aber das ist nichts, was ihr Baby nicht schon vorher wusste. Sie sprechen ihm aber außerdem die Möglichkeit zur Kommunikation ab und verleiten es dazu, sich “falsch” zu fühlen. Wenn Mama ihr Baby nur kurz hochnimmt, es aber sofort wieder hinlegt, “weil es noch nicht Zeit zum Füttern ist”, dann kann das dazu führen, dass das Baby anfängt seine eigenen Empfindungen in Frage zu stellen. “Vielleicht hat Mama recht, vielleicht bin ich wirklich nicht hungrig.” Genau das kann ihm später zum Verhängnis werden.

Möglichkeit 2: Prompt reagieren

Ein schnelles Reagieren kommt sowohl Baby als auch Mama zu Gute. Das Baby weiß, dass seine Bedürfnisse erhört und erfüllt werden und muss beim nächsten Mal weniger schreien. Die Mutter lernt bei jedem gestillten Bedürfnis ihr Kind besser kennen und kann beim nächsten Mal sogar noch besser reagieren bzw vorbeugen. Irgendwann sind die beiden ein so eingespieltes Team, dass Schreien überflüssig wird.

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